Exkursion der Wiener Hungarologie-StudentInnen im Rahmen des CENTRAL-Projektes nach Berlin

TeilnehmerInnen: Dániel Antalfi, Gabriella Greilinger, Eva Herter, Bettina Planitz

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  1. November 2016

 Am Dienstag zu Mittag ging es für uns los nach Berlin, um dort an einem Treffen mit anderen Hungarologie-StudentInnen, sowie einer Konferenz zur 100-Jahr-Feier des hungarologischen Instituts der Humboldt Universität teilzunehmen. Neben uns vier Studenten aus Wien waren natürlich die Studenten aus Berlin, aber auch welche aus Prag, Warschau und Budapest dort.

Am ersten Abend, nachdem wir im Hostel angekommen sind, das zentral, ca. 5 Minuten vom Herzen Berlins, dem Alexanderplatz gelegen ist, mussten wir auch schon wieder los, um die anderen Hungarologie-Studenten und den Lektor für Ungarisch, Tamás Görbe, zu treffen.

Neben gutem deutschen Bier und leckerem Essen haben wir einen Teil der Studenten schon einmal kennenlernen können und den Abend angenehm ausklingen lassen.

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  1. November 2016

 Am nächsten Morgen mussten wir wieder früh auf, da wir am Institut für Hungarologie der Humboldt Universität zu einem gemeinsamen Frühstück empfangen wurden.

Dort haben wir dann auch die anderen Studenten, die am Vorabend nicht dabei waren, kennen gelernt. Uns wurde außerdem das Institut vorgestellt und erklärt, wie das Studium in Berlin aufgebaut ist. Dann haben auch wir Studenten aus den andern Ländern erzählt, wie das Hungarologie Studium bei uns aufgebaut ist. Dabei haben sich ein paar Gemeinsamkeiten, aber auch viele Unterscheide gezeigt.

Danach sind wir auf unsere erste Stadttour gegangen, die von Berliner Studenten organisiert wurden.

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Am Abend wurden wir alle im Collegium Hungaricum empfangen. Nach einer Führung durch das Haus wurde der ungarische Film „Tiszta szívvel“ (Regie: Attila Till) gezeigt.

Im Anschluss haben wir mit den anderen Studenten noch beschlossen, das Berliner Nachtleben zu erkunden.

  1. November 2016

 Donnerstag Vormittag haben wie uns wieder mit den anderen getroffen und sind gemeinsam zur East Side Gallery gegangen, bzw. diese ein Stück entlanggegangen. Die East Side Gallery ist ein Stück der Berliner Mauer, auf der man die Arbeiten von Künstlern auf Teilen der ehemaligen Mauer betrachten kann.

Leider hatten wir hier aber kein Glück mit dem Wetter und schon nach kurzer Zeit waren die meisten von uns komplett durchnässt.

Nach einer kurzen Mittagspause sind wir auch schon weitergegangen ins nächste Viertel „Friedrichshain“, DIE Partymeile Berlins mit verschiedensten Clubs und Bars.

Von dort aus war es nicht mehr weit zum „Café Szimpla“, ein nettes kleines Kaffeehaus/Bistro wo wir uns bekannte, typisch ungarische Gerichte auf der Speisekarte fanden.

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Nach einer kleinen Stärkung mit Kaffee und Kuchen sind wir schon weitergefahren zur nächsten Sightseeing-Tour, die uns mitten durch Berlin geführt hat.

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  1. November 2016

 Freitag Vormittag wurden uns Wohnhausanlagen in der Nähe der Siegessäule gezeigt und wir stiegen auf eine Dachterrasse, von wo aus wir einen tollen Blick über ganz Berlin hatten.

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Nach der Führung hatten wir wieder etwas Zeit, uns selbst etwas anzuschauen, also sind wir zu viert los und haben die Hackeschen Höfe besucht, die am Hackeschen Markt liegen, und eine super Gelegenheit für uns boten, ein paar Souvenirs zu kaufen.

Als wir damit fertig waren hatten wir nach dem vielen Gehen natürlich wieder Hunger, und da man nicht aus Berlin zurückkommen kann ohne einmal Currywurst mit Pommes gegessen zu haben, haben wir uns eine Curry-Bude in der Nähe gesucht, um uns zu stärken.

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Am Nachmittag hat auch schon die Konferenz anlässlich der 100-Jahr-Feier des Instituts für Hungarologie im Collegium Hungaricum begonnen.

Viele ausländische, aber auch Berliner Professoren haben Vorträge gehalten, auch unser Institut war durch einen Vortrag von Frau Professor Seidler über Georg Lukács vertreten.

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Im Anschluss an die Vorträge wurden alle Studenten noch zu einem Empfang in der ungarischen Botschaft erwartet, wo wir den Abend mit gutem ungarischen Essen und Wein ausklingen ließen.

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Nach dem Empfang beschlossen wir, mit den anderen Studenten noch einmal loszuziehen, das Berliner Nachtleben zu erkunden. Diesmal sind wir zurück nach Friedrichshain gegangen, wo wir zwei Tage zuvor schon einmal tagsüber waren.

  1. November 2016

Vormittags sind wir noch einmal zum Collegium Hungaricum gefahren, da die Konferenz fortgesetzt wurde.

Danach sind wir zu viert zum berühmten Checkpoint Charlie gefahren, dem ehemaligen Grenzübergang im geteilten Berlin.

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Danach sind wir alle noch einmal alleine losgezogen, damit jeder noch das ansehen konnte, was er oder sie wollte.

  1. November 2016

 An unserem letzten Tag in Berlin, bevor es am Abend heim ging, haben wir uns noch das Reichstagsgebäude angesehen, wo wir auch eine Führung gebucht hatten, bei der uns alles über die Abläufe im Reichstag sowie über das Gebäude selbst erklärt wurde.

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In der Glaskuppel, die ebenfalls Teil der Führung war, konnte man ganz hinaufmarschieren, von wo aus man wieder einen tollen Blick über ganz Berlin hatte.

Nachher sind wir hinüber zum Brandenburger Tor marschiert, durch das man jetzt, nachdem Präsident Obama, der zur gleichen Zeit Berlin besuchte, wieder weggefahren ist, problemlos durchgehen konnte. Nach einer kleinen Stärkung im Café Einstein, das wir für uns in Berlin entdeckt haben, sind wir zu Alten Synagoge weiter gegangen, bevor wir schon zurück zum Hostel mussten, um unsere Koffer zu holen.

Dann ging es für uns, durch eine Menge an Erfahrungen und Eindrücken reicher, wieder zurück nach Wien.

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Hiermit möchten wir uns für die Berliner Gastfreundschaft und die Organisation durch Herrn Tamás Görbe und Frau Dr. Rita Hegedűs als auch bei den Studierenden der Berliner Hungarologie bedanken.

Gabriella Greilinger

 

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Georg Lukács revisited: Gedanken zur möglichen Aktualisierung der philosophischen und politischen Konzepte eines der bedeutendsten Denker des 20. Jahrhunderts.

Andrea Seidler

 

Am 2. und 3. Dezember 2014 veranstalteten MitarbeiterInnen unserer Abteilung (siehe dazu das neu gegründete Forschungsforum Georg Lukács im Kontext: http://georg-lukacs.univie.ac.at) gemeinsam mit der Bibliothek der Ungarischen Akademie der Wissenschaften und dem Balassi Institut Collegium Hungaricum eine Tagung zum Thema Nachlässe ungarischer Philosophen und Theoretiker des 20. Jahrhunderts und deren philologische Bearbeitung (Georg Lukács im Fokus der Forschung).

Unter internationaler Beteiligung wurden in erster Linie zwei wissenschaftliche Fragenkomplexe erörtert: die erste behandelte den Nachlass des Philosophen, seinen Briefwechsel mit bedeutenden Zeitgenossen wie Ernst Bloch, Béla Balázs uvm., der im Budapester Georg Lukács Archiv verwahrt wird, und dessen Bestände unsere ForscherInnengruppe derzeit aufarbeitet. Die zweite bezog sich auf Georg Lukács als einen die europäische Linke prägenden Denker des 20. Jahrhunderts, der in Ungarn selbst äußerst kontroversiell – vor allem von einem politischen Blickwinkel aus – diskutiert wird, im angelsächsischem Raum und in Italien allerdings auf wesentlich pragmatischere analytische Annäherungsweisen trifft.

Die Gäste der Konferenz waren neben zahlreichen VertreterInnen des Georg Lukács Archives in Budapest unter anderem die Philosophin Agnes Heller, selbst in ihrer frühen Phase Schülerin und enge Vertraute von Lukács sowie Mauro Ponzi aus Rom/Italien. Ponzi analysierte den Einfluss der Philosophie von Karl Marx auf die europäischen linken Denker in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, während Heller über mögliche Lesarten des Lukács’schen Werkes in unserer Zeit sprach.

Die Wiener Kollegen sprachen über die Verbindungen, die Georg Lukács zu in Wien lebenden Philosophen, Journalisten und Politikern über Jahrzehnte aufrecht erhielt. Es waren dies vor allem Ernst Fischer, Günther Anders und Günther Nenning, deren Briefwechsel mit Lukács eben auf ihre Bearbeitung warten.

Die Tagung stand auch in enger Verbindung mit der Lehre an unserer Abteilung: Studierende nehmen im WS 2014/15 an einem Projektpraktikum teil, das die Aufarbeitung der Briefe Georg Lukács’ in einer gezielten Auswahl zum Thema hat. Dazu wurde im November auch eine dreitägige Exkursion nach Budapest veranstaltet, die der Gruppe die Möglichkeit bot, mit original Handschriften zu arbeiten und grundsätzlich umfassenden Einblick in die Tätigkeit von Archivaren zu bekommen.

Mehr dazu demnächst, wenn die Plattform der Studierenden, die gerade im Entstehen ist, präsentiert wird.

All diejenigen, die sich für unseren Forschungsschwerpunkt interessieren:

Kontakt Andrea.seidler@univie.ac.at, Wolfgang.Mueller-Funk@univie.ac.at, Erika.regner@univie.ac.at oder Zsuzsa.Gati@univie.ac.at,

Siehe auch unsere homepage http://Georg-Lukacs.univie.ac.at

sowie den Programmfolder der Veranstaltung http://georg-lukacs.univie.ac.at/uploads/media/Lukács_Tagung_Program_Final.pdf

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