A very exciting evening for all book lovers at the Finno-Ugric department of Uni Wien

Written by our student Theodora Rouseva

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I became familiar with the title of Ilmar Taska’s novel Pobeda 1946 last April, after the biggest Finnish daily newspaper Helsingin Sanomat listed his work among the most remarkable books of the year. Since then, I have been following the growing elation of his readers on social media. That was why the ad about the book presentation featuring Mr. Taska as a special guest was a very pleasant surprise for me.

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The event took place on 9th November at the Finno-Ugric department of Universität Wien. It was organized by the Estonian Embassy in Austria, the Kommode Verlag publishing house and the Universität Wien. Its aim was to launch the novel’s German translation as well as to introduce Mr. Taska to Viennese audience. Other important guests included the ambassador of Estonia in Austria, Rein Oidekivi, and the editor of Kommode Verlag, Annette Berger. The event was hosted by Triinu Viilukas, a lecturer of Estonian language at Universität Wien.

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Ilmar Taska is a writer, film and theater director, screenwriter and producer. He is also well- known for establishing the first private Estonian TV-channel, “channel 2” in the beginning of the 90s. Taska was born in the city of Kirov, then the USSR (present day Russia). His family was deported from Estonia during Stalin’s repressions. He went to the Moscow Film Institute (VGIK) and then studied at the Swedish Film Institute (Dramatiska Institutet) in Stockholm. He was granted a scholarship and furthered his studies in Hollywood, where he worked as a screenwriter and a producer. He directed the films Set Point (2004) and Thy Kingdom Come (2010), co-wrote and produced the film Back in the USSR (1992) and produced the films Candles in the Dark (1993) and Out of the Cold (1999). He has also directed plays in London (Power of Love, 2010), Los Angeles (Lavender Love, 2011) and Tallinn (One Summer Night in Sweden, 2012).

A book of Ilmar Taska’s short stories and his autobiographical novella Better than Life (Est. Parem kui elu, EPL Kirjastus, Tallinn) was published in Estonia in 2011. In 2016, his novel Pobeda 1946 (russ. победа ‘victory’, English title A Car Called Victory), based on a short story he wrote a few years earlier with the title Pobeda, became a bestseller and was praised by the critics. The German version was published this year by Kommode Verlag.

The evening was very pleasant and inspiring. Ilmar Taska shared some interesting facts about the novel’s main idea and characters, the process of writing and the research he did on historical events. He also shared some childhood memories, talked about his family, and explained how his background had influenced his work both in writing and filmmaking. He paid special attention to every question asked, which was deeply appreciated by the audience.

I found the presentation very stimulating and my curiosity about the novel grew so big, that I began reading the book once I got home. I was immediately immersed in the world seen through the little boy’s eyes. The story consists of skillfully described scenes, where named and anonymous characters are adapting to the new regime in Estonia after World War II. Their most personal thoughts give the reader a possibility to get familiar with their values, feelings and morality before judging them. There are many situations, which raise very strong ethical questions. The story is so thrilling to read, because it reveals how the border between good and evil, friends and family, seems to blend, whereas the new circumstances recreate new borders not only on the map, but also in peoples’ minds.

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Regisseur Árpád Schilling an der Finno-Ugristik

Am 20. November 2017 war Árpád Schilling zu Gast an der Finno-Ugristik.

Árpád Schilling ist in erster Linie als Theaterregisseur bekannt. Er erhielt in den vergangenen Jahren im verschiedenen europäischen Ländern hochangesehene Preise und hat mit seinen Arbeiten internationale Aufmerksamkeit geweckt. In Österreich ist er auch nicht unbekannt: im Jahre 2005 und im Mai 2017 inszenierte er am Burgtheater, im Dezember 2017 feiert er eine Premiere am Landestheater Sankt Pölten.

Neben seiner künstlerischen Tätigkeit ist Schilling auch ein politischer Aktivist, verteidigt demokratische und liberale Werte, und übt eine scharfe Kritik an Viktor Orbáns Politik.

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In seinem Gastvortrag hat Árpád Schilling einen Überblick über die ungarische Kulturpolitik von der Wende bis heute gegeben.

Schilling hat in seiner sehr logisch begründeten Analyse erzählt, wie die politische Elite in Ungarn die wirtschaftlichen Mittel und dadurch auch die Macht enteignet und eine eigenartig interpretierte „Demokratie“ geschaffen hat. Aus dieser Demokratie wurden nur gerade diejenige ausgegrenzt, ohne die eine Demokratie nie existieren kann, nämlich die einzelnen Menschen, also das Volk. Dafür trägt die politische Elite die Verantwortung. Orbáns Regierung hat das Volk unter eine Vormundschaft gestellt, und hat den Menschen das Gefühl gegeben, dass die Regierung an ihrer statt alle Probleme lösen wird. Zwischen Individuen und Politikern gibt es keine Verbindung mehr, die Menschen verstehen nicht, warum und wie Entscheidungen über ihre Köpfe hinweg getroffen werden. In dem System, das Viktor Orbán geschaffen hat, kann man nicht über Kultur, sondern nur über Interessen reden, die alles beherrschen. Das ist ein Zustand ohne Kultur, oder in der Interpretation von Orbán ist das die Demokratie, so Schilling. Was in dieser Situation die Theaterwelt betrifft: Die staatlichen Theater sind eigentlich Teil dieses Systems. Die unabhängigen Bühnen kämpfen dafür, am Leben bleiben zu können und bekommen keine staatlichen Finanzierungsmittel. Das Schlüsselwort des Vortrages „Entropie“ definiert Schilling im Verbindung mit Kultur als einem geschlossenen System, in dem die Kultur sich selbst liquidiert, vernichtet.

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Dem Vortrag folgte eine intensive Diskussion mit zahlreichen Fragen und Kommentaren.

Der Vortrag selbst hatte keinen optimistischen Ausklang, aber das Thema und der Vortragende selbst haben das Publikum davon überzeugt, dass diese Problematik offen diskutiert werden muss.

Wir bedanken uns bei Árpád Schilling für seine Ausführungen und bei Károly Kókai für das hervorragende Dolmetschen.

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Gastvortrag Panu Rajala: F.E. Sillanpää und die skandinavische Perspektive (9.12.2015)

Am Mittwoch, den 9. Dezember 2015 hatte die Abteilung Finno-Ugristik Herrn Prof. em. Panu Rajala zu Gast. Er sprach über den (bis jetzt einzigen) finnischen Literatur-Nobelpreisträger Frans Emil Sillanpää, besonders über seine Kontakte und Reseption in Skandinavien und Deutschland.

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Panu Rajala

Selten sieht man den Hörsaal 1 so voll wie am Mittwoch Abend! Die ersten Zuhörer kamen bereits 40 Minuten (!) vor Beginn der Veranstaltung, um gute Plätze zu sichern, und letztendlich kamen fast 50 Leute den Vortrag anzuhören. Wegen Sillanpää? Na ja, zum Teil…

Wie Rajala in seinem Vortrag erzählte, war Sillanpää (1888–1964) ein international bekannter Autor schon bevor er im 1939 den Nobelpreis erhielt. Aber der richtige Publikumsmagnet des Abends war wohl Dr. Panu Rajala selber. Seine literarische Tätigkeit ist enorm (u.A. umfangreiche Biographien über finnische Autoren wie Juhani Aho, Mika Waltari, Olavi Paavolainen und F.E. Sillanpää, sowie mehrere Romane), und heuer hat er sogar mit seinem Roman Intoilija für den Finlandia-Preis kandidiert. Das große Publikum kennt ihn aber auch als ex-Ehemann der Sängerin Katri Helena.

Der Hörsaal 1 war voll. Der finnische Literaturkreis (geleitet von unserer ehemaligen Finnischlektorin Anja-Leena Holtari, 3. v. l. in der ersten Reihe) hat die besten Plätze rechtzeitig besetzt. Vielen Dank auch an den vielen StudentInnen und Studenten, die gekommen waren.

Der Hörsaal 1 war voll. Der finnische Literaturkreis (geleitet von unserer ehemaligen Finnischlektorin Anja-Leena Holtari, 3. v. l. in der ersten Reihe) hat die besten Plätze rechtzeitig besetzt. Vielen Dank auch an den vielen StudentInnen und Studenten, die gekommen waren.

Wie kommt so eine Berühmtheit an unserer Abteilung? Die Idee ihn einzuladen kam vom Verleger Sebastian Guggolz und von der Übersetzerin (und unsere Studentin) Reetta Karjalainen. Dieses Duo hat vor Kurzem zwei Werke Sillanpääs auf Deutsch herausgebracht: Frommes Elend (im 2014 zusammen mit Anu Lindemann), sowie Hiltu und Ragnar (2015). Aus diesen Werken haben die beiden auch vorgelesen. Anschließend gab es eine Diskussion mit Panu Rajala, Sebastian Guggolz und Professorin der Skandinavistik Antje Wischmann. Nach einer Debatte über Vitalismus in Sillanpääs Werken im Vergleich zu Hamsun, über die Nobel-Diplomatie sowie über die politischen Hintergründe Sillanpääs bekam auch das Publikum das Wort mit etwas leichteren Themen.

Prof. Antje Wischmann, Prof. Panu Rajala, Reetta Karjalainen und Sebastian Guggolz

Prof. Antje Wischmann, Prof. Panu Rajala, Reetta Karjalainen und Sebastian Guggolz

Insgesamt ein erfolgreicher und schöner Abend! Ganz besonders möchte ich mich beim finnischen Literaturkreis bedanken, die uns ein kleines Buffet spendiert und organisiert hatten.

Rajala hat übrigens in seinem Blog (direkt nach seinem Rückflug am Freitag!) seine Reiseerlebnisse geschildet. Er schreibt u.A., dass er in Finnland noch nie in eine so intensive und treffende Debatte über Sillanpää geraten ist. Seine Freizeit hat er in der Altstadt verbracht und war von den schönen Gebäuden und vielen kleinen Buchhandel in Wien sehr beeindruckt. Der Christkindlmarkt am Rathausplatz war der schönste, den er erlebt hat.

 

Ein Gastvortrag und Diskussion mit Róbert Alföldi

Am 29. April war der Regisseur Róbert Alföldi zu Gast an der Abteilung. Wir hatten ihn zu einem Vortrag und Gespräch über die aktuelle Situation der Theater in Ungarn eingeladen.

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Róbert Alföldi kennt man als einen sehr souveränen, freidenkenden Künstler und als einen Menschen, der seine Meinung und Gesellschaftskritik immer offen, frank und frei sagt. Ein Regisseur und Schauspieler, der an ein unabhängiges, freidenkendes Theater glaubt und einfach nur Theater machen möchte.

Das Interesse an der Veranstaltung war so groß, dass keine Sitzplätze in unserem Hörsaal 1 mehr übrig geblieben sind, einige Gäste mussten sogar am Boden sitzen.

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Alföldi ist in Österreich nicht unbekannt: letztes Jahr hat er sich in St. Pölten am Landestheater dem österreichischen Publikum präsentiert, im Februar 2015 hat er am Wiener Volkstheater Regie geführt, wo er das Theaterstück Haben/Tiszazug von Julius Hay auf die Bühne gebracht hat. (Was für ein „Zufall“: im Stück geht es auch um Macht, Gier, Armut, Aussichtslosigkeit …) Viele von unseren Hungarologie-StudentInnen haben das Stück in einem von der Abteilung organisierten Theaterbesuch gesehen.

Alföldi hat in einem kurzen aber klarem Überblick geschildert, wie geteilt die ungarische Theaterwelt heutzutage ist: die Politik ist überall da, alle Entscheidungen werden unter politischen Einflüssen getroffen, für die aktuellen Machthaber ist es sehr wichtig, dass sie ihre eigenen regimetreuen Funktionäre in allen wichtigen Positionen platzieren können. Diejenigen, die sich nicht der Macht unterwerfen, bekommen kaum noch Arbeitsmöglichkeiten, werden finanziell in eine aussichtslose Situation gebracht. Einige Regisseure gehen ins Ausland, weil sie in Ungarn einfach „unerwünscht“ sind. Autoren, Künstler, die ihre Kritiken gegen das Regime offen artikulieren und verantwortungsvoll denken, werden als Landesverräter abgestempelt.

Das heutige von dem Regime unterstützte Theater muss ein idyllisches Bild über die schöne Vergangenheit von Ungarn malen, das der Erwartungen der Macht entspricht. Obwohl diese Theater sehr große staatliche finanzielle Unterstützung erhalten, sind ihre Zuschauerräume ziemlich leer.

Alföldi hat auch eine kleine Geschichte erzählt, die sehr treffend den Mechanismus der heutigen politischen System illustriert: „Unlängst habe ich in einem Komitatssitz Regie geführt. Der Intendant des Theaters dieser Kleinstadt hat mich eingeladen, obwohl er wusste, dass ich für das heutige politische Regime unerwünscht bin. Der Intendant selbst ist auch ein Fidesz-Sympathisant. Die gemeinsame Arbeit war sehr erfolgreich für das Theater, sowohl künstlerisch, als auch finanziell. Der regierungstreue Bürgermeister der Stadt hat mir auch sehr herzlich zu der Produktion gratuliert. Am nächsten Tag hat er den Intendanten am Theater angerufen und ihm alle weitere Mitarbeit mit mir verboten.“

Der Vortrag Alföldis entwickelte sich zu einer spannenden Diskussion, es regnete Fragen und es ging bald nicht mehr nur um das Theater.

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Viele der anwesenden Studierenden beschäftigte die Frage, wieso die Menschen in Ungarn ihre Meinung nicht öffentlich äußern, warum sie nicht mit den Mitteln der Demokratie für ihre eigene Rechte kämpfen? Ein möglicher Grund dafür wäre laut Alföldi, dass sich die Menschen in ihrer Existenzen bedroht fühlen (das betrifft auch SchauspielkollegInnen). Die Unsicherheit und die Armut machen die Angst noch größer und tiefer. Wenn man ausgeliefert ist, wird man leicht opportunistisch und schweigt lieber, da schließlich jeder eine Familie hat, die man finanziell unterhalten muss. In dieser Passivität ist auch die Verantwortung der Opposition groß, weil sie überhaupt keine Alternative aufzuzeigen vermag.

Eine Frage betraf auch die politische Orientierung der Jugendlichen: Wieso konnte es dazu kommen, dass ein bedeutender Teil der StudentInnen in Ungarn „Jobbik“-Anhänger sind. (Jobbik ist eine rechtsextreme ungarische Partei.) Nach Meinung Alföldis wäre dafür eine mögliche Erklärung, dass sich die ungarische Gesellschaft noch immer nicht mit ihrer eigenen Vergangenheit auseinandergesetzt hat. Es wird noch immer „die tragische Vergangenheit von Ungarn” als Schutzschild beschworen, statt endlich gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen. Man denkt nicht darüber nach, ob etwas gut oder schlecht sei, es gibt keine rationalen Argumente in der Diskussionen, es gibt nur heftige emotionelle Reaktionen. Viele ungarische Familien sind durch die Trianon-Geschichte betroffen: Und es kann ja nicht sein, dass (Ur)Großväter für eine Idee/Sache gestorben sind, die nicht einmal richtig gewesen sein soll. Diese junge Menschen haben sich das Ziel gesetzt, den Familienlegenden folgend die Namen der Großväter sauber zu waschen. Solange man die Vergangenheit nicht verarbeitet hat, kann man sich nicht offen mit den Problemen der Gegenwart auseinandersetzen, so Alföldi.

Es kam auch zu einem anderen wichtigen Thema, das in letzter Zeit große Diskussionen auslöst hat: das Bildungswesen. Die Regierung in Ungarn zentralisiert die Schulen, hat vorgeschrieben, aus welchen Schulbüchern in den Schulen unterrichten werden soll, und will durch verschiedene, von der Regierung gegründete Gremien einen großen Einfluss auf die Autonomie der Universitäten ausüben. Alföldi meinte, dass es derzeit nicht das Ziel sei freidenkende, kreative Menschen zu erziehen, sondern eher Menschen heranzubilden, die in die von der Macht geschaffene Welt passen. Die Sache, so Alföldi, dürfe man aber nicht so einseitig betrachten: wir alle dürfen nie unsere eigene Verantwortung vergessen.

Zum Schluss kehrte das Gespräch zurück zum Theater. Kurz zusammengefasst ist die Aufgabe des Theaters laut Alföldi, auf die Phänomene der gegebenen Gesellschaft zu reagieren, die gegebenen Probleme aufzuzeigen. Wenn die Machthaber ihre eigenen Leute in wichtige Positionen kommen lassen, kann das Theater seine Aufgaben unmöglich erfüllen und wird zum Diener der regierenden Macht.

Trotz allem sei er Idealist und glaube daran, dass das Theater doch die Gesellschaft ändern könne. Im Theater müsse es sich ja letztendlich um das Theater drehen.

Vielen Dank an Róbert Alföldi und das Publikum für das offene, spannende und aufschlussreiche Gespräch!

Gastprof. Dr. Kristina Malmio schreibt über ihre Zeit in Wien

[Doz. Dr. Kristina Malmio von der Universität Helsinki hatte im Sommersemester 2014 an unserer Abteilung die Gastprofessur für finnische Literatur inne. Sie war, wie es derzeit aussieht, die vorletzte Gastprofessorin an unserer Abteilung, denn nachdem sich das Finanzierungsmodell des finnischen CIMO verändert hat, will die Universität Wien die früher gemeinsam finanzierte Gastprofessur nicht mehr alleine aufrechterhalten. Über die Zukunft des Unterrichts der finnischen Literatur wird zurzeit verhandelt.

Während ihres Aufenthaltes in Wien wurde Kristina Malmio zur Universitätslektorin für nordische Literatur an der Universität Helsinki gewählt. Zurzeit leitet sie dort das Forschungsprojekt Spätmoderne Spatialität in der finnlandschwedischen Prosa 1990–2010.

Über ihre Zeit in Wien berichtete Kristina Malmio in der finnischen literaturwissenschaftlichen Zeitschrift Avain (Nr. 4/2014). Wir veröffentlichen ihren Text jetzt in deutscher Übersetzung in unserem Abteilungsblog, selbstverständlich mit ihrer Erlaubnis – und mit herzlichem Dank für ihren inspirierenden Unterricht und ihre Kooperationsbereitschaft. Kristina, du fehlst uns sehr!]

 

Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen,

ich arbeitete im Frühjahr 2014 ein halbes Jahr lang als Gastprofessorin für finnische Literatur an der Universität Wien. Meine Stelle wurde von CIMO [Centre for International Mobility im Finnischen Unterrichtsministerium] und der Universität Wien finanziert und gehörte zum Fach Finnougristik. Die Finnougristik wiederum, gemeinsam mit der Skandinavistik, der Nederlandistik und der Vergleichenden Literaturwissenschaft, gehört zum Institut für Europäische und Vergleichende Sprach- und Literaturwissenschaft. Finnisch, Estnisch und Ungarisch sind in den gleichen Räumlichkeiten untergebracht, und meine nächsten KollegInnen waren Sprach- oder LiteraturwissenschaftlerInnen, ForscherInnen der Finnougristik, der vergleichenden Literaturwissenschaft oder der ungarischen Literatur. Zusätzlich arbeitete ich auch mit KollegInnen der Skandinavistik zusammen.

Die Rahmenbedingungen waren beeindruckend: In Wien ist alles groß und alt. Die Universität wurde 1365 gegründet. Sie ist die älteste Universität des deutschsprachigen Raumes, eine der größten in Zentraleuropa und die größte in Österreich. Das im Jahre 1884 im historistischen Stil erbaute, einen ganzen Block umfassende Hauptgebäude kann man mit gutem Grund Palast der Wissenschaft nennen. Das Gebäude würde Fredric Jameson gutes empirisches Material für seine Reflexionen darüber bieten, wie der Raum auf den Menschen wirkt und wirtschaftliche Megatrends ausdrückt. Die detailreiche Architektur des Gebäudes, mit Treppen und Stiegenhäusern in zahllosen Richtungen, hat für einen mit der funktionalistischen Geradlinigkeit sozialisierten Finnen einen zugleich verblüffenden und erheiternden Effekt. Sprachlos wird man aber bei der Gedenktafel für einen jüdischen Studenten [!], der 1933 [!] im Gebäude ermordet wurde. [Hier wird wohl der Mord an Moritz Schlick i.J. 1936 mit den antisemitistischen Gewalttätigkeiten von 1933 verwechselt.]

In Wien bekommt man schnell das Gefühl, dass Helsinki irgendwo in der unwirklich fernen Peripherie liegt. Nach Budapest kommt man in einer Stunde, auch nach Prag dauert die Fahrt nicht lange, und Italien ist nicht weit. Der Wiener kennt seine eigene Würde, ändert sich nur langsam, aber verfügt über reichlich Selbstironie. Warum sollte man etwas anders machen, bei uns wird es seit zweihundert Jahren so (auf diese, aus skandinavischer Sicht unpraktische Art und Weise) gemacht, sagt der Wiener und lacht. Sowohl die Stadt als auch die Universität stellen eine Kombination von Alt und Neu dar, konservative Trägheit und neueste Strömungen existieren zugleich. Einerseits findet man gewisse Konventionen komisch, so wie die Anreden (sehr geehrte Frau Professor), andererseits wird in Wien effizient digitalisiert und internationalisiert, und die Universität bietet gut funktionierende Internetdienste auf verschiedensten Gebieten an.

Zu den Forschungsschwerpunkten in der Finnougristik gehören Mehrsprachigkeit, Geschichte der ungarischen Literatur und Kultur sowie die Geschichte, Kontakte und Typologie der finnougrischen Sprachen. Die ForscherInnen hatten sehr verschiedene Forschungsinteressen. Die Hungarologie bedeutet in der Praxis die Erforschung der ungarischen Literatur, unter den VertreterInnen der vergleichenden Literaturwissenschaft waren auch KulturwissenschaftlerInnen, und ein Teil des Personals erforschte die Typologie der uralischen Minderheitssprachen. Im Gange sind Projekte zur Digitalisierung der ungarischen Presse des 18. und 19. Jahrhunderts sowie zur Lexikographie der marischen Sprache. Im vorigen Jahr endete das internationale Projekt ELDIA (European Language Diversity for All), in welchem die Vielfalt der europäischen Minderheitssprachen und die Mehrsprachigkeit der Minderheiten erforscht wurde; Professor Johanna Laakso gehörte zur Leitung des Projekts. Die Stellung der jungen und auch etwas älteren ForscherInnen ist schwierig, genauso wie in Finnland: Es gibt wenig Finanzierungsmöglichkeiten, und die Konkurrenz ist hart. Als Standort ist Wien sehr international: Die ForscherInnen des Instituts waren mal in Indien, mal in Kroatien unterwegs, und es gab sehr viele Gastvorträge. Während des Frühlings gastierten an der Universität unter anderen Judith Butler sowie die Narratologen Ansgar und Vera Nünning.

Finnland in Europa, Europa in Finnland

In Wien wählen die Studierenden der Finnougristik entweder die Hungarologie oder die Fennistik als Hauptfach. Das BA-Studium der Fennistik beginnt mit der STEOP-Einheit (15 ECTS), bestehend aus den Grundkursen der Literatur- und Sprachwissenschaft, dem Grundkurs der finnischen Literaturgeschichte und der Landeskunde.

Der Einführungskurs der Literaturwissenschaft bringt allen die Grundlagen der Literaturforschung bei. Das zum Kurs gehörende, online angebotene Skriptum (84 S.) ist ihren finnischen Entsprechungen ziemlich ähnlich. Der größte Unterschied besteht wohl darin, dass die Geschichte und Begriffe der Hermeneutik in der Einführung ziemlich viel Aufmerksamkeit bekommen und dass die Rhetorik und die Poetik sehr ausführlich behandelt werden. Die Beispiele kommen vorwiegend aus der deutschsprachigen Literatur.

Während des ersten Studienjahres absolvieren die Studierenden der Fennistik zwei Kurse der Literaturgeschichte, in denen der Finnischlektor Mikko Kajander die zentralsten Entwicklungsphasen und Werke der finnischen Literatur behandelt, von Agricola bis zu unseren Tagen. Der/die GastprofessorIn soll die finnische Literatur und Literaturwissenschaft unterrichten und die schon erworbenen Kenntnisse vertiefen. Ich unterrichtete während des Sommersemesters vier Kurse: Moderne finnische Literatur 1990–2010, Geschichte und Entwicklung der finnlandschwedischen Literatur, Übungen in Theorien und Methoden der Literaturforschung sowie die Literaturwissenschaftliche Übung 2, in der die Studierenden eine von ihren zwei Bachelorarbeiten schreiben. Die Studierenden kamen vorwiegend aus der Finnougristik und der Skandinavistik, und die Gruppen waren klein: in den Vorlesungen saßen 15–20 Personen, und 5 Bachelorarbeiten wurden verfasst.

Die Studierenden beherrschen Finnisch nicht (unbedingt) gut genug, um die Texte in finnischer Sprache lesen zu können, weshalb die Lehrmaterialien auch auf Deutsch zugänglich sein mussten. Meine Kurse waren dementsprechend ziemlich vielsprachig: Unterrichtet wurde auf Englisch, und die Studierenden lasen finnische Literatur in deutscher Übersetzung. Für die Prüfungen und Aufgaben durften sie Englisch, Deutsch, Finnisch oder Schwedisch verwenden. O, hätte ich bloß nach der Frankfurter Buchmesse in Wien arbeiten können, dachte ich oft während dieses Sommersemesters – im Zusammenhang mit der Messe erschienen nämlich 130 neue deutsche Übersetzungen der finnischen Literatur. Der Mangel an brauchbaren deutschsprachigen Texten stellte eine Beschränkung für die Gestaltung der Kursinhalte dar. So gibt es z.B. fast keine deutschen Übersetzungen der neuen finnischen Dichtung.

Wer die finnische Literatur im Ausland unterrichtet, muss sich in praxi dauernd mit der vergleichenden Literaturforschung beschäftigen. Einerseits bin ich für meine Studierenden “Finnland in Europa”, die Personifizierung der Kultur, die ich unterrichte. Es ist wichtig, was die Studierenden von der finnischen Geschichte, Gesellschaft und Kultur durch die finnische Literatur lernen. Andererseits soll ich die neuen Kenntnisse damit verbinden können, was die Studierenden im vornhinein wissen. Zur Strategie wählte ich “Europa in Finnland”, d.h. die Verbindungen zwischen der finnischen Literatur und den politischen und literarischen Strömungen in Europa. Weil aber der Unterricht am Institut einen starken sprachwissenschaftlichen Schwerpunkt hat, musste ich zuerst die Kenntnisse der Studierenden von z.B. Symbolismus oder Postmodernismus vertiefen.

In einer neuen Umgebung kann die eigene Kultur plötzlich fremd wirken, auf eine sehr erfrischende Art und Weise. “Entschuldigung, was ist das Mumintal?” – fragte während der Vorlesung zur finnlandschwedischen Literatur ein Student mit Hauptfach Medienwissenschaft. Es war interessant, finnisch- und deutschsprachige Textversionen miteinander zu vergleichen. “Matami Röhelin”, die Erzählung von Maria Jotuni, heißt z.B. in der deutschen Übersetzung “Madame Röhelin”, was zu interessanten Fehldeutungen von Repräsentationen der Gesellschaftsklassen führen kann. Beim Unterricht ging es oft darum, was ein Begriff im finnischen Kontext bedeutet, z.B. dass das Anredewort matami auf eine ganz andere Gesellschaftsschicht hinweist als Madame im Deutschen. Die Studierenden interessierten sich für die moderne finnische Literatur, vor allem Krimis: zwei von den fünf BA-Arbeiten behandelten finnische Krimis, bei den anderen ging es um die Autorinnen Sofi Oksanen, Leena Lander und Minna Canth.

Die dritte Dimension in meinem Unterricht stellte der nordische Kontext dar. Gemeinsam mit den Lektorinnen der Skandinavistik veranstaltete ich das Seminar Der kleine Nobelpreis – Nordic Council Literature Prize 2014. Unser Ziel war, die Studierenden mit dem Literaturpreis des Nordischen Rates, mit der modernen nordischen Literatur und miteinander besser vertraut zu machen. Bei der Veranstaltung trugen die nordischen Lehrkräfte über die heutigen Literaturtrends ihrer Länder vor, und im Rahmen von Workshops stellten die Studierenden einander die Preiskandidaten von 2014 vor. Die Werke von Kjell Westö und Henriikka Tavi stellten einen Teil des Kurses der modernen finnischen Literatur dar. Das Seminar hatte insgesamt 80 TeilnehmerInnen, und den Studierenden gefiel besonders, dass die finnische Literatur im nordischen Kontext vorgestellt wurde.

Die studentische Evaluation der Lehre funktionierte ganz anders als in Finnland. Die Evaluationsfragebögen wurden mir in einem Sammelkuvert geliefert, in den Lehrveranstaltungen wählten die Studierenden unter sich einen Vertreter, der die ausgefüllten Formulare einsammelte, das Kuvert zuklebte und mit seiner Unterschrift bestätigte, dass ich die Antworten nicht gesehen hatte. Danach wurden die Antworten an die der Zentralverwaltung untergeordnete Evaluationseinheit geliefert, und von dort bekam ich elektronisch eine 6-seitige (!) Analyse meines Kursfeedbacks.

Die Zeit in Wien bedeutete für mich eine Synthese meiner “vaganten” Forscherkarriere: ich habe an der Åbo Akademi allgemeine Literaturwissenschaft studiert, im Fach Nordische Literatur gearbeitet und dann sowohl die finnlandschwedische als auch die finnischsprachige Literatur erforscht. Diese Dimensionen konnte ich sowohl im Unterricht als auch bei meinen Gastvorlesungen kombinieren. Es war interessant, die Lehre, Forschung und Administration einer ausländischen Universität kennenzulernen.

Vieles an der Universität Wien war so wie in Helsinki vor zehn Jahren: Die Finnougristik hat eine kompetente Sekretärin, eine eigene, vielseitig ausgerüstete Bibliothek und eine engagierte Bibliothekarin. Daran, wie wichtig diese Funktionen sind und wie sie die Forschung und die Lehre auf so viele Weisen unterstützen, konnte ich mich sehr gut erinnern, als ich sie noch für ein halbes Jahr zurückbekam. Dank ihnen kann die Forscherin frei forschen, die Lehrerin unterrichten. Warum sollte man dies anders machen, weil es ja seit zweihundert Jahren auf diese praktische Art und Weise gemacht wird, sagt der Wiener und lacht.

P.S. In Wien gehört Pflichtlatein immer noch zum humanistischen Universitätsstudium.

Ausblick: Gäste und neue Lehrende im Sommersemester 2015

Johanna Laakso

 

Diese Geschichte hat einen traurigen Anfang und, hoffentlich, ein etwas optimistischeres Ende.

Seit 2003 hat die Wiener Finno-Ugristik in jedem zweiten Semester eine/n GastprofessorIn aus Finnland bekommen (die Liste von allen bisherigen GastprofessorInnen steht auf der Abteilungshomepage). Nach der Pensionierung unserer langjährigen Finnischlektorin Anja-Leena Holtari, die sich gerne auf die Literaturwissenschaft konzentriert hatte, und mit der Einführung von neuen Curricula wurde die Arbeitsteilung so umgestellt, dass die GastprofessorInnen für den Unterricht der finnischen Literaturwissenschaft zuständig sind; auf ihrer Verantwortung sind vor allem die letzten Lehrveranstaltungen des BA-Curriculums, wo unsere BA-Studierende der Fennistik noch eine Vorstellung davon bekommen können, was die finnische Literaturwissenschaft heute bedeutet. Das System wurde gemeinsam von der Universität Wien und vom CIMO (Centre for International Mobility am finnischen Unterrichtsministerium) finanziert und funktionierte reibungslos und zur vollsten Zufriedenheit aller Beteiligten, bis…

… im vorigen Studienjahr das Finanzierungsmodell des CIMO plötzlich geändert wurde. Wie überall in Europa, muss auch in Finnland gespart werden, und wie wir von CIMO erfahren haben, sollten jetzt die weniger werdenden Gelder an möglichst viele ausländische Partnerinstitutionen verteilt werden – und anstatt der längerfristigen oder dauernden, schon bewährten Kooperationen soll das CIMO jetzt Innovationen, neue Anfänge und kürzerfristige Projekte fördern. Trotz mehrerer Versuche gelang es uns nicht, mit einem Neuantrag zumindest eine kleinere Projektförderung zumindest für die folgenden zwei Jahre zu gewinnen. Für dieses Studienjahr haben wir noch eine Gastprofessur von der Universität Wien finanziert bekommen. Was danach folgen wird, wissen wir noch nicht. Wir können nur hoffen, dass bei den Zielvereinbarungsverhandlungen die Universitätsleitung versteht, wie wichtig die Gastprofessur für uns ist – vor allem, weil in Wien keine qualifizierten finnischen LiteraturwissenschaftlerInnen frei herumlaufen, die man für einen Lehrauftrag anstellen könnte.

In diesem Sommersemester wird also noch eine Gastprofessorin aus Finnland zu uns kommen.

Frau Dr. Tiina Käkelä-Puumala ist eine Literaturwissenschaftlerin, die u.a. an der Universität Helsinki unterrichtet hat. Sie hat besonders das Verhältnis zwischen Wirtschaft, Geld und Literatur erforscht, aber in ihren Publikationen (s. Forschungsdatenbank der Universität Helsinki) behandelt sie auch solche Themen wie Gefühle und Tod in der Literatur. Gemeinsam mit Outi Alanko hat sie ein Handbuch über die Grundbegriffe der Literaturwissenschaft herausgegeben.

 

Außerdem bekommen wir zwei kürzerfristige Gäste aus Finnland, deren Aufenthalte und Blocklehrveranstaltungen teilweise vom CIMO finanziert werden. (Frau Prof. Ruotsala hätte eigentlich hätte uns schon im Herbst besuchen sollen, aber die Lehrveranstaltung musste krankheitshalber abgesagt werden.)

 

Frau Dr. Riitta Oittinen, Lektorin am Institut für Sprach-, Übersetzungs- und Literaturwissenschaften der Universität Tampere ist Spezialistin des multimodalen Übersetzens sowie des Übersetzens von Kinderliteratur. Sie ist auch selbst Übersetzerin und Künstlerin (auf ihrer Homepage, die leider nicht mehr ganz frisch ist, nennt sie sich kuvantekijä, ‘Bildermacherin’), hat Kinderliteratur illustriert und Animationsfilme für Kinder gemacht. Bei uns wird sie eine Blocklehrveranstaltung halten, deren Arbeitstitel vorerst Kuvakirja kääntäjän kädessä ‘Ein Bilderbuch in der Hand des Übersetzers’ lautet.

 

Frau Prof. Dr. Helena Ruotsala ist Professorin für Ethnologie an der Universität Turku. Zu ihren Forschungsinteressen gehören u.a. die Umwelt im Norden und deren Änderungen, Rentierzucht und Tourismus im Hohen Norden, Ethnopolitik und Identitätsfragen. Sie hat mehrere Projekte geleitet, z.B. das Forschungsnetzwerk Gendered Rural Spaces, dessen Forschungsergebnisse in Buchform im 2010 erschienen sind, und das Projekt Rajalla (‘An der Grenze’), wo die Konstruktion von Identitäten und der grenzenüberschreitende Alltag von Menschen in den Zwillingstädten Tornio-Haparanda an der finnisch-schwedischen Grenze erforscht wurden. Gemeinsam mit Doz. Ildikó Lehtinen aus Helsinki hat sie den Alltag der Frauen in ethnischen Minderheitengemeinschaften erforscht; auf den Ergebnissen von Feldforschungen in Mari El basiert der von Ildikó Lehtinen herausgegebene Sammelband ‘Die Töchter des Weißen Gottes’, der 2009 auf Marisch und Finnisch erschien. Über ihren Alltag, ihre Arbeit und ihre Forschungsreisen bloggt sie unter dem Titel „Serendipity“ (http://serendipitybyanethnologist-helena.blogspot.co.at/). Ihre Blocklehrveranstaltung, „Aktuelle Blickwinkel auf die Kulturforschung in Finnland“, wird sich um die ethnologische Erforschung der finnischen Kultur handeln, jenseits der Stereotypien von Schweigsamkeit, Trinksucht und Tangos.

 

Und zu guter Letzt: Da uns heuer überraschenderweise etwas Spielraum mit den Lehraufträgen blieb, werden wir im Sommersemester eine ziemlich einzigartige Lehrveranstaltung anbieten können, mit dem Titel Wer spricht welche Sprache mit wem in der Europäischen Union? Die Lehrbeauftragte, Frau Mag. Katja Jääskeläinen, wohnhaft in Wien und als professionelle Übersetzerin und Dolmetscherin bei ScanLang tätig, arbeitete einige Jahre lang in Brüssel im Rahmen eines Sprachprojekts und wird in diesem Kurs verschiedene Fragen von finnougrischen und anderen „kleinen“ Sprachen in der EU behandeln.

Unser Blog!

Hier entsteht der neue Blog der Wiener Finno-Ugristik.

Unsere MitarbeiterInnen werden hier Berichte, Bilder, Nachrichten usw. posten können – von unseren Veranstaltungen, Festen, Gästen, und was sich immer in der finnisch-ugrischen Sprach-, Literatur- und Kulturforschung tut. Weil ja nicht alle auf Facebook sind…

Zu Beginn noch einige Photos von unserer letzten großen Veranstaltung in diesem Sommersemester: Workshop „Broken narratives als Herausforderung für die interdisziplinäre Erzählforschung“ am 16. Juni 2014, mit Vera und Ansgar Nünning und einer Rekordzahl an TeilnehmerInnen.

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